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A

Ablagerungen

enstehen durch mitgeführte Schwebestoffe. Die Glattwandigkeit der Oberfläche von Kunststoffrohren verhindert die Ablagerung solcher Schwebestoffe. Ablagerungen werden in der Fachsprache auch als "Inkrustation" bezeichnet.

Abplatzungen (=Schichtenablösung)
enstehen bei ungenügender Verbindung zwischen zwei verschiedenen Werkstoffen. Kunststoffrohre sind homogen aufgebaut. Aus diesem Grund können bei Kunststoff - Rohrleitungen keine Abplatzungen vorkommen.

Abrasion (=Abrieb).
Die Abriebsfestigkeit z.B. von Polyethylen - Rohren ist beim Transport von Sand oder ähnlichen Feststoffen um ein Vielfaches höher als bei traditionellen Rohrwerkstoffen. 

Absorption, mechanische (=Aufnahmevermögen).
Kunststoff - Rohrleitungen sind dank Ihrer Flexibilität in der Lage dynamische Lasten durch Erdverschiebungen und Druckschläge aufzunehmen, ohne zu bersten. 

Algenwachstum.
Das Wort "Algen" kommt aus dem lateinischen und heisst "Seetang". Algenwachstum ist nur bei Lichteinwirkung möglich. Die Algenbildung ist unabhängig vom eingesetzten Rohrwerkstoff. Bei Kunststoff - Rohrleitungen ist unbedingt darauf zu achten durchgefärbtes Material zu verwenden.

B

Betriebsdauer. siehe Langzeiterfahrung.

Betriebsdruck.
Für Polyethylen - Rohre hat der DVGW den zulässigen Betriebsdruck in Abhängigkeit des Werkstoffes und der SDR - Reihe für Versorgungsleitungen normiert. Quelle: DVGW Gas - Wasser - Information Nr. 14 * 12/99, Punkt 3.1 Zulässige Betriebsdrücke. Der zulässige Betriebsdruck ist in Abhängigkeit von der Temperatur des geführten Mediums und der geplanten Lebensdauer der Rohrleitung.

Biegeschenkel.
Leitungswinkel oder Dehnschlaufe um Längenänderungen zu kompensieren. 

Biegesteif
.
Tragverhalten von traditionellen Werkstoffen und dickwandigen Kunststoffrohren. Das Rohr ist steifer als die umhüllende Rohrbettung.

Biegeweich

Tragverhalten von dünnwandigen Kunststoffrohren. Das Rohr ist flexibler als die umhüllende Rohrbettung.

Bodenbeschaffenheit.
Kunststoff - Rohre können, unter Berücksichtigung der jeweiligen Verlegevorschriften, unabhängig von der natürlichen Bodenbeschaffenheit überall eingesetzt werden. Auch bei Verlegung in sauren Böden gibt es für Kunststoff - Rohrleitungen auf Grund ihrer chemischen Beständigkeit keine Einschränkungen. 

C

Chemische Beständigkeit
.
Kunststoffrohre, und PE - X - Rohre im Besonderen, weisen gegenüber Chemikalien und anderen Medien verschiedenster Art und Zusammensetzung eine ausgezeichnete Beständigkeit auf. Kunststoff - Rohrleitungen widerstehen auch chemischen Einflüssen in natürlich vorkommenden Böden. Elektrochemische Vorgänge, die bei Metallen zu Korrosion führen, finden nicht statt.

D

Dehnung.
Geometrische Veränderung infolge von mechanischer Beanspruchung oder Temperaturänderung.

Dichte. (= spezifische Masse, in der Umgangssprache auch spezifisches Gewicht)
Mit Dichte bezeichnet man die in der Volumeneinheit eines Körpers enthaltene Masse. Die Dichte von Polyethylen beträgt ca. 0,95 kg/dm³, die von Beton ca. 2,4 kg/dm³ und die von Stahl ca. 7,7 kg/dm³. Dies bedeutet, dass Beton ca. 2,5 mal und Stahl ca. 8 mal spezifisch schwerer sind als Kunststoff.

Dichtheit.
Druckrohrleitungen aus Polyethylen sind 100 % dicht, stoffschlüssig und zugfest. Die einzige Ausnahme ist die Diffusionsdichtheit. Kein Kunststoffrohr ist ohne metallischen Mantel diffusionsdicht.

Diffusion
. (= Durchlässigkeit)
Unter Diffusion versteht man die Durchlässigkeit von gasförmigen Stoffen durch feste Stoffe. Gasverluste durch Diffusion sind bei Rohren und Rohrleitungsteilen aus Polyethylen ohne Bedeutung, da die Mengen wegen der relativ großen Wandicken äusserst gering sind. Problematisch ist jedoch die Verwendung von Kunststoff - Druckleitungen für Wasserleitungen in kontaminierten Böden. Hier wird empfohlen Kunststoffrohre mit einem metallischen Schutzmantel zu verwenden. 

DIN. (Deutsches Institut für Normung e.V.)
DIN - Normen sind zu beziehen bei: Beuth - Verlag GmbH, Burggrafenstr. 4 - 10, 10787 Berlin,
Telefon: 030 / 2 60 11, Telefax: 030 / 2 60 1231.

Dokumentation.
Zur Rückverfolgbarkeit sind Rohrverlegung und Schweissverbindung von Gas- und Wasserleitungen mittels Dichtheits- und Schweissprüfprotokollen zu dokumentieren und zwar unabhängig vom verwendeten Rohrwerkstoff.

Druckschläge.
Durch schnell öffnende oder schliessende Armaturen enstehen Druckwellen. Die Flexibilität von Kunststoffrohren trägt dazu bei, dass Versorgungsleitungen aus Polyethylen Druckschläge besser auffangen, als dies bei traditionellen Werkstoffen der Fall ist. Dies trifft nur zu, sofern die Druckschläge an das umliegende Erdreich "abgepuffert" werden können, also nicht bei z.B. der Verlegung im Schutzrohr.

Druckverlust.
Druckverlust entsteht in jeder Leitung. Er ist abhängig von den Abmessungen der Rohrleitung, der Rohrreibunb und den Strömungsverhältnissen. Kunststoffrohre, und PE - X - Rohr im Besonderen, weisen dank ihrer glatten Oberfläche einen geringen Reibungsverlust auf.

Duroplast
.
Duroplaste sind im Gegensatz zu Thermoplasten nach Ihrer Formgebung unter Wärmeeinwirkung nicht mehr verarbeitbar.

DVGW. Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V.)
DVGW - Regelwerk zu beziehen bei: Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH, Josef - Wirmer - Str. 3, 53123 Bonn, Telefon: 0228 / 9191 - 40, Telefax: 0228 / 9191 - 499.

DVS.
Deutscher Verband für Schweisstechnik e.V. DVS Richtlinien sind zu beziehen bei: DVS - Verlag GmbH, Aachener Str. 172, 40223 Düsseldorf, Tel.: 0211 / 1591 - 0, Telefax 0211 / 1591 - 150.

Dynamische Last.
Herkömmliche Polyethylenrohre sind obwohl sie flexibel sind nicht für dauerhafte dynamische Lasten, wie sie z.B. in der Schutzrohrverlegung auftreten, ausgelegt. Falls eine Schutzrohrverlegung in Betracht kommt empfehlen wir unbedingt die Verwendung von PE - X - Rohren, da diese auf Grund Ihrer Vernetzung unempfindlich gegenüber dynamischen Lasten sind.  

E

Eigenüberwachung. (= Qualitätskontrolle)
Darunter wird die zu dokumentierende Selbstkontrolle während der Produktherstellung den jeweiligen Hersteller gemäß geltender Güteanforderungen verstanden.



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